Fund des Monats: Ein Licht für Afrika

Normal gehen die im Jugendforschungszentrum Sindelfingen gebauten Produkte in den Besitz der Erbauer über, aber diese Lampen werden nach Gambia exportiert.

Dort werden die Lampen Licht in die armen Randbezirke der expandierenden Metropolen und in entlegene Dörfer bringen.

Die Schülerinnen und Schüler aus Gambia ziehen Abend für Abend mit ihren Schulbüchern und Heften dorthin, wo es elektrisches Licht gibt. Tankstellen, beleuchtete Parkplätze und Straßenkreuzungen werden zu beliebten Aufenthaltsplätzen. Dort werden Hausaufgaben erledigt, in Lehrbüchern gelesen und sich auf den nächsten Schultag vorbereitet. Der Grund für dieses zunächst etwas merkwürdig anmutende Verhalten wird schnell plausibel: Die Jugendlichen haben zu Hause keinen elektrischen Strom! Ihre Familien leben oft in bitterer Armut.

Doch nun zum Bau: Zuerst werden die Platinen bestückt und verlötet. Power LEDs und Akkus werden bestückt, bzw. angeschlossen. Nun kann schon die Funktion getestet werden. Die meisten Lampen funktionieren auf Anhieb, besonders wenn schon Löterfahrung vorhanden ist. Da die Lampe mit Akkus betrieben wird, werden diese mit einer Solarzelle (ca. 2W) in regelmäßigen Abständen nachgeladen. Als nahezu unerschöpflicher Energielieferant bietet sich die Sonne an, die in jeder Sekunde 50 Milliarden Kilowattstunden auf unsere Erde schickt.

Als nächsten werden Löcher in die Behälterdose gebohrt (Schalter für eine Umschaltung der Leuchtleistung und Anschlussbuchse der Solarzelle). Das Projekt kann auch in mehrerlei Aspekten in der Schule eingesetzt werden: Kennenlernen der geographischen, politischen und sozialen Verhältnisse in Gambia. Daneben gibt es die Möglichkeit auf die Technologie ein zu gehen: LEDs, Photovoltaik und Akkutechnologien. Die Bauteile sind als Bausatz mit Unterlagen verfügbar, der  Preis liegt bei etwa 25.- €. Es lassen sich relativ einfach Sponsoren für dieses Projekt finden.

Projekte wie dieses können einen signifikanten Beitrag zur Schaffung von Perspektiven in Afrika leisten. Unser Projekt „Licht für Afrika“ ist eines unserer erfolgreichsten. In den letzten beiden Jahren haben wir etwa 250 Lampen mit Schülerinnen und Schülern gebaut.

Volker Rose

Mehr Infos: jfz@junge-forscher.info