Hamburg, das Tor zur Maker-Welt

Hamburg ist das Tor zur Welt – und zu vielfältigen, kreativen Projekten. Lest nach, was euch am Wochenende entgangen ist!

Nur ein paar Schritte vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt fand die letzte Mini Maker Faire 2018 statt. Das Mini-Maker-Jahr wurde von vielen verschiedenen AusstellerInnen aus ganz Deutschland ausgeläutet.

Build Yours

Die beiden Brüder von Build Yours stellten den Besuchern Bausätze vor. Die Uhren, Lampen, Spiegel und anderen Accessoires sind stylische Unikate für eure Wohnung. Ich war richtig begeistert von der Just O’Clock. Sie besteht aus zwei Holzscheiben, die sich frei bedrucken oder von KünstlerInnen gestalten lassen. Anstelle von Zeigern leuchten und blinken verschiedenfarbige LEDs auf dem Ziffernblatt und zeigen so die Zeit an. Daher tickt die Uhr auch nicht – ein ideales Weihnachtsgeschenk für die Menschen in eurem Leben, für die das Ticken von Uhren Folter ist.

Handlettering mit Kirsten Klenner

Die Hamburgerin hat das Trend-Hobby Handlettering schon lange zum Beruf gemacht. Zusammen mit anderen begabten Künstlerinnen erklärt sie ihren Stil in Anleitungsbüchern. Ihr liebstes Schmuckelement sind Farbspritzer, denn die Typografin mag, wenn es bunt und wild zugeht. Im Workshop zeigt sie einfache Tricks, mit denen jede Karte zum Unikat wird. Ganz einfache Aquarellhintergründe ohne teures Material kann man zum Beispiel selbst gestalten, indem man ein Stück Folie und Filzstifte als Stempel verwendet.

ArtFactory Jalokivi

Die ArtFactory Jalokivi aus Hannover brachte eine Mischung aus traditioneller und digitaler Kunst mit. Die Acrylgemälde der zwei Künstler – oft inspiriert von Comics oder Games – wurden mit Animationen verschönert, die durch eine eigens entwickelte App angesehen werden können. So werden die Gemälde dynamisch, es gibt kleine Überraschungen zu entdecken, zum Beispiel Prinzessin Marios leuchtende Augen für seine Heldin Peach. Im nächsten Schritt träumt Künstlerin Jasmin von einer ganzen Ausstellung mit bewegten Bildern, die zum Leben erwachen und die Betrachter in eine eigene Welt entführen.

Fixeur Studios

Volker Breust ist aus Kiel angereist, um seine clevere kleine Erfindung zu zeigen: den Fixeur. Mit nur drei Bauteilen befestigt man so jede beliebige Tasche am Lenker seines Fahrrads, ohne dass sie dabei ständig in die Speichen schlenkert. Der Vorteil: Auch auf dem Rennrad ohne Gepäckträger kann man jetzt den Laptop oder Einkäufe transportieren. Der Kieler Erfinder hat aber noch weitere kleine Alltagshelfer im Gepäck. Die Schaumette zum Beispiel schäumt Milch im Topf auf, ohne selbst ein Gerät halten oder gar den Aufschäumer der Kaffeemaschine benutzen zu müssen und dadurch die Maschine zu blockieren. Im Fablab Kiel unterstützt Volker Breust ganz nebenher noch andere junge Erfinder und Entwickler bei vielen verschiedenen Projekten – zum Beispiel ein Hoverboard mit Wasserantrieb, dass die Wasserratten im Norden mehr oder weniger majestätisch über die Wellen trägt.

Wooligans

Die Wooligans sind begeisterte StrickerInnen und HäklerInnen aus Hamburg und „Umgebung“ – Meike erzählt mir stolz von Paketen mit selbstgestrickten Socken und anderen Kleidungsstücken von der Insel Norderney und sogar aus der Schweiz. Die „SträklerInnen“ treffen sich regelmäßig, viele schätzen den Austausch, während sie Socken, Schals, Handschuhe, Stulpen u.v.m. produzieren. Die fertigen Stücke werden an verschiedene gemeinnützige Vereine in Hamburg gespendet und an Obdachlose verteilt. Nach dem milden Herbst beginnt jetzt die Hauptsaison der Wooligans, sowohl bei der Verteilung als auch bei der Herstellung. Möchtet ihr euch auch beteiligen? Dann schickt eure Wollspende an

Meike Bernhard
903 744 563
Postfiliale 513
22309 Hamburg

GREENPOWER

Primo hatte am Samstag die weiteste Anreise. Die spanische Initiative GREENPOWER stellt Bausätze für Schulklassen her – aber nicht nur kleine Roboter oder Computer, sondern gleich ein ganzes Auto können die Kids bauen. Das Projekt lehrt die Kinder viel über Physik, Mechanik, Elektronik und Programmieren – aber auch über Teamarbeit, Sportgeist, Organisation und Problembewältigung, denn mit der gemeinschaftlich gebauten elektrischen Seifenkiste bestreitet man Autorennen gegen andere Teams. Der Clou am Kid’s Kit-Car: Mit dem gelieferten Bausatz werden die Schüler mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren. Im nächsten Projekt müssen die Kinder nämlich den Standard-Bausatz so verändern, dass aus der Seifenkiste ein Rennauto wird. Nur durch den Umbau und eigene Verbesserungsvorschläge können sie einen Platz auf der Siegertreppe holen. In Deutschland gibt es die Initiative leider noch nicht – aber wenn das Projekt genau richtig für eure Schule, Uni oder FH ist, dann meldet euch bei GREENPOWER.

Danke, Hamburg!

Mit der 3. Mini Maker Faire Hamburg klingt das Mini Maker Faire-Jahr in Buchhandlungen aus. Während wir uns in die Winterpause verabschieden, bleibt es für euch spannend:

Denn unser Gewinnspiel endet diesen Sonntag! Wollt ihr auch die Chance nutzen, ein Buchpaket oder eine Nähmaschine zu gewinnen? Dann beantwortet und folgende Fragen:

  1. Wo bekommt man Hilfe von Makern, um kaputte Elektrogeräte zu reparieren?
  2. Was ist euer Lieblings-Makerthema?