Auf den Mini Maker Faires sind Roboter immer wieder gern gesehene Gäste. Die elektronischen Helfer selbst zu bauen und zu programmieren ist dank Baukästen und Anleitungen mittlerweile kinderleicht. So baut sich jedes Kind im Handumdrehen einen eigenen Roboter:

Mit Baukastenlogik zum Blechkollegen

Wenn man sich frisch gebackene Robotern-Eltern vorstellt kommt man nicht gerade auf Drittklässler. Schade eigentlich. Programmiersprachen oder zumindest digitale Grundkompetenz gehören heute in vielen Berufen dazu wie das Lesen, Schreiben und Rechnen. Entwickler verschiedener Softwarehersteller – z.B. das MIT, Google, Microsoft oder das Frauenhofer-Institut – fanden das auch, und entwickelten visuelle Programmiersprachen, mit denen auch kleine Augen gut zurechtkommen. Diese Programmiersprachen sind Browser-basiert, die kleinen Tüftler müssen also nicht erst Editoren auf dem heimischen Rechner installieren. Die Code-Befehle werden bei MIT kinderfreundlich als Puzzleteile dargestellt. So lernen die Grundschüler zunächst das Verständnis und die Logik einer Programmiersprache, bevor am Feinschliff der eigentlichen Befehle gearbeitet werden kann.

 

Mit der Software existiert jetzt bereits die Grundlage des Roboters: welche Befehle werden ausgeführt, wie reagiert er auf seine Umwelt? Fehlt nur noch, den Roboter tatsächlich in die Welt zu setzen. Auch das geht ganz einfach im Baukastenstil. Robotersets liefern zur Zeit z.B. LEGO, Makeblock, wonder workshop, Tinkerbots oder die Lernplattform Calliope. Preislich liegen diese Sets zwischen 30 € und 300 €. Die Ausstattung variiert mit den Ausgaben. Die Grundmodelle enthalten natürlich die Grundbauteile, von Sensoren bis zur Steuerung, um einen funktionierenden Roboter in die Welt zu setzen. Die Lernroboter sind aber auch erweiterbar, ob durch verbesserte Sensortechnik oder Schnittstellen zum Smartphone.

 

Nachholbedarf auf dem Buchmarkt

Bei all der pädagogisch wertvollen Technik darf man als volljähriger Handlanger eines Grundschulprogrammierers eines nicht vergessen: Programmieren ist ein Werkzeug, das Projekt muss selbst gewählt werden. Soll der neue Roboter zum Staubsaugen oder zum Aufräumen verdonnert werden? Soll er als Ergänzung des Spielzeugs, z.B. als Barbies neuer Bodyguard, fungieren? Oder lieber morgens auf Zuruf das Licht ein- und den Wecker ausschalten? Anleitungen und Inspirationen für die hochtechnischen Kreationen liefern Bücher. Natürlich gibt es die obligatorischen Einträge in die „…for Dummies“-Reihe, aber noch hinken die Verlage der rapiden Entwicklung der Maker-Szene hinterher.

Wer nach Programmieranleitungen und –projekten in Buchform sucht, sollte sich am besten vor der Wahl des jeweiligen Baukastens informieren. So bieten Wiley und der Bombini-Verlag Anleitungen zur Programmiersprache Scratch. Für den Calliope-Bausatz gibt es Hilfe und Inspiration von Wiley, dpunkt und Cornelsen.

 

Auch Lust aufs Basteln? Lassen Sie sich auf der nächsten Mini Maker Faire in Ihrer Nähe inspirieren – Dank unserer Partnerbuchhandlungen:

Mayersche Düsseldorf, 16. September

Mayersche Dortmund, 23. September 2017

Mayersche Köln, 30. September 2017

Thalia Hamburg, 7. Oktober 2017

Mayersche Aachen, 14. Oktober 2017

Thalia Münster, 21. Oktober 2017

Thalia Dresden, 28. Oktober 2017

Sie möchten als Sponsor bei einer Mini Maker Faire auftreten? Dann kontaktieren Sie Frau Shanmugarajah unter emily@buchaktuell.de.