Impressionen: 1. Thalia Mini Maker Faire Bremen

In Bremen fand am ersten sonnigen Samstag im Frühjahr bei strahlendem Sonnenschein die erste Mini Maker Faire Bremen bei Thalia statt. Die Maker der Bremer Maker, BremenHack, FabLab Bremen und Hackerspace Bremen bei Thalia sorgten für eine großartige Stimmung. Die Projekte, die sie dort vorstellten, animierten zum Ausprobieren und Mitmachen. Von Bio-Hacking bis Papercraft war alles mit dabei. Junge und junggebliebene Zuschauer staunten, stellten Fragen und ließen sich begeistern.

Beim Bremer Maker Heiko Ahrens ging es noch relativ analog zu. Bei ihm standen alle Projekte im Zeichen von Origami und Faltkunst. Sein Material sind buntes Leinenpapier oder mit dem Papier bklebte MDF-Platten, wenn die Konstrukte stabiler sein sollen. Mit Vinyl- und Lasercuttern schneidet er sein Material millimetergenau zu. Weil die Hauptarbeit in der Planung steckt, ist das Zusammenbauen kinderleicht – selbst wir bastelten unter seiner Anleitung in wenigen Minuten eine selbstverschließende Box. Als weitere Projekte hatte er ein typografisches Bild, Pop-up-Karten und bunte Aufbewahrungszylinder dabei.

Weitaus technischer ging es bei BremenHack zu. Um den 3-Tage-Hackathon für Programmier aus Bremen und Umgebung bekannter zu machen, brachte Niklas Barning einen 3D-Drucker und einen seiner Teilnehmer mit. Die Projekte, die bei dem Hackathon entstehen, sind so verschieden wie die Teilnehmer. In der Buchhandlung vertreten war der Prosthetic Photographer. Das ist eine spezielle Apparatur, mit der die Kamera den Fotografen auf gute Motive aufmerksam macht – oder via Stromschlag selbst den Finger zum Knipsen bringt. Mit dem harmlosen Stromschlag, der die Finger anspannt, lässt sich zum Beispiel auch eine Morsebotschaft trainieren, die der Sender zwar nie gesehen hat, sie aber auf Abruf wiedergeben kann. Die Vorlage für dieses Projekt auf der Mini Maker Faire innerhalb der Buchhandlung stammt passenderweise aus der Feder von William Gibson in der Kurzgeschichte „Johnny Mnemonic“.

Klaus Heimann vom Hackerspace Bremen hatte viele Projekte seiner Mitglieder im Gepäck. Ein leuchtender, intelligenter Fahrradhelm, ein Kamera-Slider für den perfekten Zoom, eine CNC-Fräse, ein 3D-Drucker, eine Nixie-Uhr aus vergleichsweise günstigen Acrylplatten und LEDs und sogar eine Selfie-Kamera aus einem originalen Gameboy. Dazu emuliert ein Arduino Nano den Gameboy-Drucker, und sendet das Foto an einen Server, der es ins richtige Format bringt und anschließend automatisch auf Twitter postet. Hier sehr ihr die Ergebnisse. Außerdem brachte der Hackerspace eine selbstgebaute Wetterstation mit Feinstaubsensor mit – mehr dazu erfahrt ihr hier.

Neugier geweckt? Am kommenden Samstag auf der Wittwer Mini Maker Faire Stuttgart könnt ihr euch so ein Feinstaubsensor live anschauen.

Antje Moebus vom Fablab Bremen e.V. bot den Kindern auf der Mini Maker Faire ein spannendes Programm an. Zum einen konnte man mit LED-Lämpchen, kleinen Batterien und leitendem Garn Grußkarten bestücken (und besticken) und so die Grundlagen von Schaltkreisen lernen. Zum anderen hatten sie einen Calliope dabei, den Kinder mit einer eigens entwickelten Programmiersprache im Baukastenprinzip zum Beispiel zu einem Klavier oder einem Eierlaufspiel entwickeln können. Dieses kleine Board hat eine große Wirkung. Es zeigt, dass jeder coden kann – und das mit ganz viel Spaß. Für die Großen stand hier ebenfalls ein 3D-Drucker aus, sodass man sich über das Hobby austauschen konnte.

Ähnlich vielfältig wie bei Thalia in Bremen wird es auch diesen Samstag in der Buchhandlung Wittwer in Stuttgart zugehen. Bleibt gespannt und folgt uns auf Instagram oder Facebook für Bilder und Live-Berichte. Oder seid ihr nächstes Wochenende selbst in Stuttgart? Dann besucht uns doch einfach in der Buchhandlung Wittwer!